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Letzte Änderung:
May 14. 2010 21:44:26

Zitat 105: Unbenanntes Dokument Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen! - Johann Wolfgang von Goethe (1746-1832)

 

 

 

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Fahrzeug

ICH BIN WIEDER ZU HABEN - MAN KANN MICH KAUFEN oder MIETEN - ICH BIN IN RUANDA GEBLIEBEN

IVECO 4x4 Daily

Nachdem die Idee konkreter wurde mussten wir uns überlegen, wie wir reisen wollten. Mit dem Auto, klar, aber welchem?

Die Auswahl des für unsere Zwecke am besten geeigneten Fahrzeugs fiel uns recht schwer, zumal wir nicht gerade zur Allrad- und Expeditionsszene gehören und wir weder einen Überblick über verfügbare Typen noch eine Ahnung von Vor- und Nachteilen einzelner Modelle hatten. Aber auch hier half das Internet weiter. Erste Anlaufstelle waren diverse Foren und neben beratenden Seiten verschiedener Zubehörhändler die Kapitel aus Berichten anderer Fernreisenden, die diesem hier entsprechen. Vielen Dank an alle an dieser Stelle für eure interessanten Berichte!

Zuerst mal sollte das Auto natürlich toll aussehen, also dem Bild des klassischen Reise- und Expeditionsfahrzeuges entsprechen, mit andern Worten also ein Land Rover. Schon bald aber beeinflußten uns die zufriedenen Stimmen der Toyota-Besitzer, so dass wir in Richtung Buschtaxi tendierten. Je mehr wir uns aber in das Thema vertieften, desto größer musste das Auto werden. Toyota, Land Rover und Mercedes G sind toll, überall reparierbar, scheinen uns aber einfach zu klein für eine Reise, die mindestens ein Jahr dauert.

Nachdem wir aber mal einen LKW angesehen, probegefahren und auch kritisch Aspekte wie Verbrauch, Ersatzteilpreise und meine Fähigkeiten in Hinblick auf KFZ-Mechanik betrachtet hatten wurde das Auto allerdings wieder kleiner.

Also: was wollten wir?

  • Geländegängigkeit, dabei zählten weniger Trial- oder Renntauglichkeit als Bodenfreiheit und Robustheit, aber eine (oder besser zwei) Differenzialsperren sollte er schon haben.
  • Stehhöhe im Fahrzeuginneren. Jeder der mal nur eine einzige Woche bei Regen in Holland verbracht hat weiß warum. Nun fahren wir nicht nach Holland, aber auch in den Tropen gibt es bekanntlich Mücken, Regenzeiten und in Höhenlagen auch sehr kalte Nächte.
  • So viel Platz im Innenraum, dass nicht jeden Abend eine Riesen-Umbauaktion gestartet werden muss und nicht einer draußen warten muss wenn sich der andere gerade umzieht.
  • noch mal genügend Platz, um nicht immer draußen zu sein. Vor dem Wetter (auch in den Tropen kann es ziemlich kalt und nass werden), aber auch um sich mal vor allzu vielen Mücken oder neugierigen Zuschauern zurückziehen zu können

Andererseits, was wollen/brauchen wir nicht?

  • kein glitzerndes neues Auto voller Elektronik, sondern solide Mechanik in unauffälliger Verpackung. Außer uns braucht niemand das Auto so schön finden dass er es haben (=mitnehmen) will.
  • kein Auto, dass so groß ist, dass wir Schwierigkeiten in engen Pisten und baufälligen Brücken/Fähren haben
  • kein Auto, bei dem es in der Vorbereitung Probleme mit Parkplätzen, selbst durchführbaren Reparaturen und immensen Kosten für Ersatzteile gibt
  • kein Auto, bei dem wir den Ausbau komplett selbst machen müssen. Dazu fehlt uns einfach die Erfahrung
  • Klar, es ist toll, eine Dusche dabei zu haben. Aber dafür muss man auch Platz haben und das Wasser auch noch mit transportieren. Da tut es auch eine Außendusche aus dem Kanister. Gleiches gilt für Dinge wie Backofen, Spülmaschine, Fernseher, Klimaanlage und und und … Siehe dazu das Kapitel Ausrüstung.

Der Daily von hintenIn der Größenordnung 'Transporter' gibt es leider nicht allzu viel Auswahl, In Frage kamen am Ende nur der Iglhaut-Mercedes und der Allrad-Daily, und wie der Zufall so will bekamen wir einen bereits ausgebauten und erprobten Wagen angeboten. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber überzeugend.Unser neues ZuHause ist also ein Iveco Daily 40.10 4x4 mit kurzem Radstand und geschlossener Ausführung als Transporter mit Hochdach.


Gekauft schon drei Jahre vor Reisebeginn hatte ich reichlich Zeit, vieles einmal auseinanderzuschrauben und wieder zusammenzusetzen, wobei ich nicht nur viel lernte, sondern auch noch einige Details an der Ausstattung des Vorbesitzers ändern konnte.